Yogini, Lehrerin, Heilerin, Heilpraktikerin – es liegt in der Natur der Sprache, dass sie uns zwingt, unsere Identität festzuschreiben. Dies sind ein paar Aspekte, die meine ausmachen.

Und auch mein Name … – il’il אילאיל Sat Prem ਸਤਿ ਪਰੈਮ.

Geboren wurde ich am Mittelmeer, in einer Stadt namens Tel Aviv – unweit der halbverschütteten Ruinen von al-Mas’udiyya / Summayl المسعوديه / صميل.

Meine Kindheit war von Beobachten und Spielen geprägt: Die Welt um mich herum war sonnig, unerträglich heiß. Und ich hatte die Fähigkeit, Klänge zu sehen, Worte auf meiner Haut zu fühlen – ihre Formen, ihr Geschmack, ihre Farben. Die unbewusste Bewegung der Dinge war oft lauter als der Schrei der grauen Krähen, lauter als die Schreie der Heerscharen ausgemergelter Straßenkatzen. Ich musste nur hinhören.

Empfindungen haben mich schon immer fasziniert, genau wie die wechselseitige Beziehung der Dinge.

Als Erstes wurde ich Musikerin.

Und dann mein Name: il’il אילאיל ist sehr ungewöhnlich. Außer seinem Klang hat dieser Name keine Bedeutung. Ein hebräischer Dichter gab ihn einst seiner Geliebten – ein geheimer Name, der nur für sie beide bestimmt war.

Sat Prem ਸਤਿ ਪਰੈਮ kam später dazu – ein spiritueller Name, der „wahre Liebe“ oder „göttliche Liebe der Wahrheit“ bedeutet. Bekommen habe ich ihn, als ich in New York lebte und Kundalini Yoga praktizierte.

Ich wurde Lehrerin.

Meinem Lehrer Guru Dev Singh Khalsa, Meister des Sat Nam Rasayan, begegnete ich 2008. Mir war sofort klar, dass ich von diesem Mann lernen musste.

Ich beschritt den Weg der Heilerin.

Heilen manifestiert sich als Lernprozess, und ein Lernprozess sollte ein Prozess des Heilens sein – für mich zwei sehr ähnliche Erfahrungen. Bei beiden geht es um Wachstum, die Erweiterung der eigenen Wahrnehmung, das Auflösen vermeintlicher Begrenzungen.

Beim Lehren – ob von Yoga oder Heilen – möchte ich meinen Schülern eben diese Erfahrung ermöglichen und sie mit den nötigen Werkzeugen dorthin begleiten.

Setting und Abläufe mögen bei den verschiedenen Heilmethoden unterschiedlich sein, doch ob mit Sat Nam Rasayan, Chinesischer Akupunktur oder Kundalini Yoga: Die Erfahrung, die ich ermöglichen möchte, ist grundsätzlich dieselbe.

2011 bin ich nach Berlin gezogen und habe eine Ausbildung zur Heilpraktikerin gemacht. Neben heilenden Einzelsessions arbeite ich auch mit Gruppen – ich unterrichte Kundalini Yoga und Sat Nam Rasayan und leite Workshops.

Mich erfüllt es zu sehen, wie Menschen sich wandeln, ihr Potenzial entdecken, Freude am Leben finden und ihren eigenen Wachstums-prozess leben. Und ich empfinde es als Ehre, sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen.

SAT NAM ਸਤਿ ਨਾਮੁ